Ursprünge der Göttinger
Band-Kultur...zu lesen bei www.goest.de
mit Genehmigung des Interviewten hier noch einmal. Darin wird u.a. die Entstehung einer Bandkultur ab 1964 in Göttingen beleuchtet. (+Ralph Otto) und Detlev Vogt vom "Hieroitzo" hörten zu und stellten Zwischenfragen / kursiv).( c ) PHOTO´s UK translate..click here!
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Bei dieser Aufnahme 2003 seit 37
Jahren auf der Bühne . ..in Göttingen beim Altstadtfest 30.8.03, Bühne
am Marktplatz - "Fin & the
FIn-Band-Musiker
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Presse...hier! |
Meine Favorite -Band (SwampMusic) aus dem RAUM Göttingen...SONG anhören hier!
*** Die Blue Moons haben doch sogar ,ne Platte gemacht
"Als Blue Moons, weiß nicht, nur sie haben als Love & Tears »Needles And Pins« aufgenommen und waren auch die Begleitband von Michael Holm, soweit ich noch weiß.*** Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, ich hab nämlich zu der Zeit im Jugendraum Discjockey gemacht, waren die doch auch auf irgendeinem Deutschrock- Sampler drauf; da war Can auch drauf; und dann kam auf einmal....Kann schon sein, ich weiß nur von Love & Tears und von S.Michalski, der von den Blue Moons kam, der ist ja dann ausgestiegen, dafür ist Wolfgang Jaß eingestiegen, und der Wolfgang hat dann bei den Love &Tears gesungen und hat später mit S.Michalski als Folk-Duo RUMTOPF gemacht, die waren auf einem Nörgelbuff - Sampler, dieses hat aber mit den Blue Moons nix zu tun, glaube ich. Das mit dem Sampler kann aber doch möglich sein, ja, »Mama« mit Sänger Gerd Grabowski (jetzt CC Anderson oder so was. (Fragt seine Frau Elke.) Hatten wir nicht mal ,ne Platte mit Love & Tears, wo mit »Mama« irgendwas war? Vor Needles And Pins' oder wie sich das schimpft? Naja, die hatten dann also ihre Platte. Wir nicht"
*Richtig: Die Blue Moons: Erste Aufnahme war Exodus, Veröffentlicht auf dem Sampler "Twist Battles" 1964.Danach folgten bis 1970 vier Single Veröffentlichungen.1971 bis 1974 ging es dann mit "Love And Tears" loss: Erste Aufnahme war "Needles And Pins (1971). Das mit "Mama" kann nur von der LP "Love And Tears (1972)" Rock And Roll Mama gewesen sein. Es gibt auch einige Homepages, wo man das nachlesen kann z.B. unter...http://www.hans-juergen-gritz.gmxhome.de/dj/info5.htm (QUELLE )?
*** Wie ging es dann nach Morlock Five bei Dir weiter?
"Morlock Five machten weiter und ich ging ja dann 1968 weg, nach München. Ich wollte einfach mal raus hier aus Göttingen. Da hatte ich dann eine Band - ansonsten hab' ich gejobbt - die nannte sich Freeboing, auch so Kelleramateure. Wir hatten ganz schön viel Auftritte für damalige Zeiten. z.B. BlueUp, PNCLUB, Österreich, Schweiz u.s.w (...)."
!Trostpreis eine Flasche Wein...
"Dann kam ich also 1974 wieder nach Göttingen und (...) dann hab' ich hier
angefangen im Nörgelbuff. Da gab es diese Spielstunden, und ich dachte mir, singen kannste etwas, geh mal hin. Das war dann ein richtiger Schock für mich
und die Leute, daß ich da reinschneite und denen so'n dreckigen Blues vorsinge.
Die sind natürlich eher auf Folk abgefahren. Doch ich besaß tatsächlich einen
Gönner, das war der Betreiber Klaus Richter, der sich gesagt hat , Mann, da ist was
drin,
der muß öfter spielen. Irgendwann habe ich da bei einem Talentwettbewerb
mitgemacht und
natürlich den Letzten gemacht. Ich hab von der Jury einen
Trostpreis bekommen und zwar eine Flasche Wein.
* Den Namen
trägt er jetzt noch herum..."George hieß ja. »Die Krähe«..."
* . . burgerlich Achim Kellner oder so,.... du brauchst uns nicht zu er
zählen, wie er damals zu seiner ersten Gibson kam...
, ...und Uli Turner, der Dicke am Schlagzeug. (+ ist leider 99 verstorben). Der kam aus irgendeiner Göttinger Band, die hatte ich mal gesehen, und daher kannte ich ihn. Das war also am Anfang die Fin-Band und spielte auch schon ganz eigene Sachen. Und dann kam der Slogan raus, wir müßten Punk spielen, was sehr simpel ist. Wir hatten durch englische Zeitungen, Melody Maker, den Einblick darin und meinten, das wäre doch genau das, was wir eventuell verfolgen, laß uns das durchziehen. Auf unsere selbst gemachten Plakate haben wir dann immer ganz groß draufgeschrieben Punk-Rock in Göttingen! Die Leute sagten: ,Mensch, Punk-Rock - was ist das denn?', und wir haben natürlich schön laut losgelegt. Irgendwann hießen wir danach Fin & Allee Cats, weil die Jungs, besonders George, sich zu sehr in den Hintergrund gedrängt fühlten. 1978 waren die dann weg. Musikalische Zerwürfnisse um mal amtlich zu reden. Ich war der Meinung, wir sollten mehr Blues machen, und Georg war eben derjenige, der überhaupt nicht auf Blues steht. Vielleicht konnte er es auch nicht. Ich habe daraufhin gesagt:"Okay,· schaue ich mich nach was anderem um
Altstadtfest Goettingen...Bühne am Marktplatz, Fin & Band: -> Atze Goelsdorf, Fin, Michael Wetzel, Mats Hess..."Hier D-Dur, in diesem Tempo vielleicht. .
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"In der Zeit war auch wieder etwas mehr los in Göttingen. Es kamen
Schulzrock aus Hannover, für meine Begriffe der erste Deutschrock hier in
Göttingen. Atze Gölsdorf
* Stehen die so auf Dich oder machen sie's nur wegen des bißchen Geldes?
"Teils, teils. Bei den meisten Gruppen, die hier spielen, was in Richtung
Blues und Rock läuft, steht viel Konzeption und Arbeit dahinter; da wird
einstudiert. Bei mir sieht das so aus, daß alles auf Session-Art abläuft.
Es wird nur vorgegeben, ,hier D-Dur, in diesem Tempo vielleicht'. Oder ,Spiel
mal C-D-E'. Und sonst hat jeder die Möglichkeit, sich spontan zu profilieren
speziell der jeweilige Sologitarrist. Vielleicht ist's auch das Rotzige,
Direkte, Einfache, nicht das Verklemmte u.s.w...."
* Texte weißt Du vorher auch nicht, oder?
"Nein" das heißt bei alten Stücken schon..
* Kannst Du überhaupt Englisch?
"Ich würde sagen, ja. Meine Kunst ist eher die phonetische Aussage, weil Vieles, was da über's Mikro kommt, nur englisch klingt. Es gab da für mich eine Konzeption. Ich hatte mal zwei Jahre Kontakt mit Gunther Hampel, hab' für ihn etwas Papierkram, sagen wir ruhig »Management« gemacht. Und die Jazzer haben mich drauf gebracht, daß man eine Stimme auch als Instrument einsetzen kann. (Gunter..LINK) Mit dem Englisch, was ich kann, laß ich mich dann von der Atmosphäre inspirieren. (...)
* Ich fand immer das Dein Auftreten auf der Bühne sich insofern von anderen Göttinger Gruppen unterschied, daß es weniger studentisch....
"Das ist gut, das soll auch so sein. Ich wollte noch nie den intellektuellen
Beat oder "Puristen
Blues"
(...)
Wie lief das faktisch Besetzungsmäßig nach der sagen wir mal Schulzrockphase'
weiter?
"Ich operiere eben mit einem gewissen Stamm. Manfred Hammerschmidt von der Stunk-Band kam dazu, dann der Drummer von Short Bisquits, Rainer, später CC Behrens. Als Gitarristen Axel Breitung und Andreas Bertels, Ex -Lazy Daisy, Second Hand Band und viele Musiker (mehr..klick hier!) Im allgemeinen werden die Leute angerufen, wenn irgendwelche Gigs sind. Wenn die terminlich können, kommen Sie und spielen bei der "FIN-BAND."
*Erzähl doch mal was aus alten Zeiten. Die Alley Cats und Du warst doch mal Vorgruppe bei Stan Webb and Chicken Shack...
"War sehr erfrischend. Ich kannte ja Stan Webb schon aus München, weil ich da mit Leuten zusammen war, die im Zirkus Krone Bau Konzerte gemanagt hatten. So hatte ich natürlich Kontakt zur Bühne, es war beim einem Festival mit Gruppen wie Colosseum und T.Rex. Ich saß dann an der Catering -Theke und haute mir meinen Hot Dog rein, da saß Stan Webb daneben, außerdem waren wir 1977 mit Allee Cats auch Vorgruppe von Alexis Korner...
* Nochmal zu Deinen eventuellen Chancen. Derzeit wird doch soviel Deutsches unter Vertrag genommen...
,Ja, richtig, viele sagen ,Mach doch mal Deutsch!'. Ich persönlich, also, was
man bei mir kritisierte, dass ich einen auf der Klatsche hätte, würde ich für
mich persönlich sehen, wenn ich mit Deutsch ankäme und Dadäda oder Didado
singen würde. Geld hätte ich dann genug, aber da fängt für mich die Kopfmacke
an.
Ich versuche mal, fein ausgedrückt, das Publikum zu unterhalten. Was ich mache,
was wir machen, ist nicht der Anspruch von wegen ,Was wir können', denn wir
können wirklich was, sondern ,Hier passiert was, das ist die Unterhaltung, zieht
euch das rein, habt Spaß'. Es wäre sicher keine Schwierigkeit, mich
hinzusetzen, richtige Texte zu machen und philosophisch oder Welt verbessernd
aufzutreten, mit politischer Ansicht und so weiter. Ich könnte auch ohne
weiteres in einem Liedchen dreieinhalb Minuten vier bis fünf Zeilen singen. Kann
man alles machen, kann man alles lernen. Ich aber fühle mich als Person nicht
kompetent genug, als großer Philosoph aufzutreten oder gar meine heilig
geliebten Studenten noch zu bekehren. Stellt Euch mal vor Fin stellt sich jetzt
mit dieser Show hin, dann noch reines Englisch, und dann noch philosophischer
Anspruch mit Aufklärungsunterricht. Das wäre zuviel."
(Gekürzte Version des Interviews, die in der Ausgabe vom 12. Dezember 1982 des Hieroitzo (den es schon lange nicht mehr gibt) veröffentlicht worden war. Als Zuhörer und gelegentliche Zwischenfrager agierten )
Mehr Infos und Kontakt unter www.fin-band.com
Kontakt: Email: P_Hochberger@web.de

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